Gefährdungsbeurteilung Homeoffice und Telearbeit
Arbeitsplatz in der Wohnung, Ergonomie, Erreichbarkeit und Unfallmeldung – Blanko-Formular für Telearbeit und mobiles Arbeiten.
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Sie bekommen ein druckfertiges Formular mit den 8 typischen Gefährdungskategorien dieses Bereichs, der Risikomatrix nach Nohl, einer kurzen Anleitung und dem Unterschriftenblock – zum Ausfüllen am Bildschirm oder mit dem Stift.
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Das Arbeitsschutzgesetz endet nicht an der Wohnungstür. Wer Beschäftigte zu Hause arbeiten lässt, muss die Gefährdungen beurteilen – kann den Raum aber nicht selbst gestalten. Der übliche Weg ist deshalb eine Kombination aus Beurteilung, Unterweisung und Selbstauskunft der Beschäftigten.
Wichtig ist die Unterscheidung: Ein fest eingerichteter Telearbeitsplatz fällt unter die Arbeitsstättenverordnung, das gelegentliche mobile Arbeiten am Küchentisch nicht – die Grundpflichten aus dem Arbeitsschutzgesetz gelten trotzdem. Das Blanko-Formular deckt beide Fälle ab.
Arbeitsplatz und Ergonomie
Tisch, Stuhl, Bildschirmgröße und -höhe, externe Tastatur, Platz für Unterlagen.
Beleuchtung und Raumklima
Tageslicht, Blendung durch Fenster, Lüftung, Temperatur, Lärm im Haushalt.
Elektrische Sicherheit und Stolperstellen
Verlängerungsleitungen, Mehrfachsteckdosen, Kabel im Laufweg, Treppen.
Arbeitszeit und Erreichbarkeit
Pausen, Ruhezeit, Entgrenzung, ständige Erreichbarkeit, Arbeitszeiterfassung.
Psychische Belastung und soziale Einbindung
Isolation, unklare Erwartungen, fehlender Austausch, Vereinbarkeit mit Betreuungsaufgaben.
Notfall und Unfallmeldung
Erste Hilfe zu Hause, Meldeweg bei Arbeitsunfällen, Abgrenzung zum privaten Bereich.
- Arbeitsplatz, Mobiliar und Ergonomie
- Bildschirmarbeit
- Beleuchtung, Klima, Lärm
- Elektrische Sicherheit und Stolperstellen
- Arbeitszeit, Pausen, Erreichbarkeit
- Psychische Belastung und soziale Einbindung
- Datenschutz und Arbeitsmittel
- Notfall, Erste Hilfe, Unfallmeldung
Jede Zeile der Tabelle hat dieselben Spalten: Gefährdung, Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip, Fundstelle, Eintrittswahrscheinlichkeit (W), Schadensschwere (S), daraus das Risiko nach Nohl, dazu zuständige Person, Umsetzungstermin und Wirksamkeitskontrolle.
- §ArbSchG §§ 5, 6, 12 – Beurteilung, Dokumentation, Unterweisung
- §ArbStättV § 2 und Anhang Nr. 6 – Telearbeitsplätze, Bildschirmarbeit
- §ArbZG – Höchstarbeitszeit, Pausen, Ruhezeit
Der Assistent stellt Ihnen in einfachen Worten Fragen zu Ihrem Betrieb, schlägt die passenden Gefährdungen und Schutzmaßnahmen vor und belegt sie mit Fundstellen aus Gesetzen, Technischen Regeln und DGUV Vorschriften. Sie können jeden Punkt ändern, ergänzen oder streichen – am Ende laden Sie Ihr Entwurf als PDF herunter. Kostenlos, ohne Konto, Ihre Eingaben bleiben im Browser.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Muss ich die Wohnung der Beschäftigten betreten?
Nein, ein Zutritt ist nur mit Zustimmung möglich. Üblich sind Unterweisung plus eine schriftliche Selbstauskunft der Beschäftigten zum häuslichen Arbeitsplatz, die Teil der Dokumentation wird.
Gilt der Unfallversicherungsschutz auch zu Hause?
Für Tätigkeiten, die dem Betrieb dienen, ja – seit 2021 ausdrücklich auch für Wege innerhalb der Wohnung, die mit der Arbeit zusammenhängen. Rein private Verrichtungen sind nicht versichert. Halten Sie den Meldeweg für Unfälle schriftlich fest.
Was ist der Unterschied zwischen Telearbeit und mobilem Arbeiten?
Telearbeit ist ein vom Arbeitgeber fest eingerichteter Bildschirmarbeitsplatz in der Wohnung – hier gilt die Arbeitsstättenverordnung. Mobiles Arbeiten ist ortsungebunden und gelegentlich; dort greifen Arbeitsschutzgesetz und Arbeitszeitgesetz, nicht aber die Anforderungen an die Arbeitsstätte.
Wichtiger Hinweis
Diese Vorlage ist ein Hilfsmittel und ersetzt weder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit noch eine Rechtsberatung. Verantwortlich für Durchführung, Inhalt und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitgeber (§§ 5 und 6 ArbSchG). Prüfen Sie jede Angabe auf Ihren Betrieb hin und ziehen Sie bei komplexen Gefährdungen Fachleute hinzu.